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	<title>Berliner Küchengespräche &#187; Wissen</title>
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	<description>Banales und Interessantes zu Berlin, zu Kulinarischem, zu Sprache und anderem</description>
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		<title>Vergessener Genu&#223; neu entdeckt &#8211; Agrest</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 13:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>esskultur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Esskultur - regionale Spezialitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Kochen]]></category>
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		<category><![CDATA[grüne Trauben]]></category>
		<category><![CDATA[Rezept]]></category>

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Agrest
Das soll ein deutsches Wort sein? Ja, ist es, aber ein fast schon ausgestorbenes Wort, weder im dicken etymologischen W&#246;rterbuch von Kluge noch im Wahrig zu finden. Vor gut 100 Jahren verschwand Argest aus unserer K&#252;che und somit auch das Wort.
Nicht so in Frankreich, Italien oder im Nahen Osten. Dort wird noch heute mit Agrest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Agrest</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das soll ein deutsches Wort sein? Ja, ist es, aber ein fast schon ausgestorbenes Wort, weder im dicken etymologischen W&#246;rterbuch von Kluge noch im Wahrig zu finden. Vor gut 100 Jahren verschwand Argest aus unserer K&#252;che und somit auch das Wort.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nicht so in Frankreich, Italien oder im Nahen Osten. Dort wird noch heute mit Agrest gekocht. In Frankreich hei&#223;t das dann Verjus, in Italien Agresto, in der T&#252;rkei Koruk Suyu oder persisch Abe Gureh.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Was ist denn nun Agrest? Hierbei handelt es sich um ein uraltes Traditionsgut, dessen &#228;lteste Spuren bis ins R&#246;mische Reich zur&#252;ckreichen. Agrest ist nichts anderes als der Saft unreifer Trauben, die deutsche &#220;bersetzung von Verjus ist „Gr&#252;ner Saft“.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Als Nebenprodukt f&#228;llt es an, wenn die Reben im unreifen Zustand beschnitten werden, um durch Ausd&#252;nnen die Qualit&#228;t des Weines positiv zu beeinflussen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Da man in fr&#252;heren Zeiten nichts zu verschenken hatte, wurde aus eben diesen Trauben ein Saft gepresst, welcher durch einen nur geringen Zuckeranteil leicht herb ist, eine milde S&#228;ure aufweist und sehr konzentriert nach Traube riecht und schmeckt. Der Geschmack kann sehr variieren, je nachdem, welche Traube verwendet und wann die Rebe beschnitten wurde. Die Palette reicht von s&#252;&#223;/leicht s&#228;uerlich bis astringierend herb.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Agrest kann dank seiner S&#228;ure wie Essig verwendet werden, ist jedoch wesentlich subtiler und schw&#228;cher in seiner S&#228;urestruktur. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn der Essig ansonsten mit dem Wein konkurrieren w&#252;rde, was den Gaumen und somit den Genie&#223;er erfreut, oder wenn die S&#228;ure eher dezent im Hintergrund bleiben soll, wie z. B. bei leichten Fischgerichten oder Cocktails, oder wenn die subtilen Aromen eines guten Oliven&#246;l noch besser zur Geltung kommen sollen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Auch der Bratenfond gewinnt durch die Verwendung von Agrest beim Abl&#246;schen, verleiht doch der &#8211; zwar geringe, aber dennoch vorhandene &#8211; Zuckeranteil der So&#223;e eine dezente Karamellnote.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Im &#228;ltesten gedruckten Kochbuch „De honesta voluptate“, erschienen 1474, werden au&#223;erdem die gesundheitlichen Vorteile des Saftes aus unreifen Trauben gelobt, so die beruhigende Wirkung auf einen nerv&#246;sen Magen beziehungsweise auf die „durstige Leber“.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der gesundheitliche Aspekt ist auch heute noch durch den hohen Gehalt an Gerbstoffen unbestritten. Au&#223;erdem ist Agrest, mit Wasser verd&#252;nnt, auch f&#252;r s&#228;ureempfindliche M&#228;gen ein herrliches zuckerfreies Erfrischungsgetr&#228;nk.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Im fr&#252;hen Mittelalter taucht die saure Substanz in unz&#228;hligen Werken auf. Ein Standardkochbuch aus dem 14. Jahrhundert nannte Agrest in &#252;ber 40 % aller Rezepte als Zutat. Wieso es vor ca. 100 Jahren aus der deutschen K&#252;che fast ganz verschwand und nur in Frankreich, Italien und dem Nahen Osten noch weiterlebte, ist ungekl&#228;rt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nun wollen wir diesem fast vergessenen Lebensmittel wieder eine Chance geben. Hier ein Rezept f&#252;r die bevorstehende Erdbeersaison:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Erdbeer-Agrest-Vinaigrette</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">10 Erdbeeren</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">2 EL Agrest</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">6 EL Oliven&#246;l oder Nu&#223;&#246;l</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">1 TL Senf</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Kerbel</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Honig</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Salz</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Pfeffer</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Erdbeeren p&#252;rieren und durch ein Sieb streichen, Agrest, &#214;l und Senf mit einem Schneebesen zu einer Emulsion aufschlagen, Erdbeeren dazugeben und mit den restlichen Zutaten abschmecken.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Diese Vinaigrette passt hervorragend zu einem lauwarmen Spargelsalat.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Agrest bekommen Sie bei uns in der Esskultur, Greifenhagener Str. 15</p>

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		<title>Die Subjetivit&#228;t des Wissens &#8211; Buchstabe C wie Cannabis</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Aug 2007 11:52:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tinkersamuel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[Lexikon-Eintrag aus dem 19. Jahrhundert zu Cannabis]]></description>
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<p>Lexika-Eintr&#228;ge des 19. Jahrhunderts &#8211;  Meyers  Konversations-Lexikon</p>
<p><a href="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/08/cannabis.jpg" title="cannabis.jpg"><img src="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/08/cannabis.jpg" alt="cannabis.jpg" /></a></p>

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		<title>Die Subjetivit&#228;t des Wissens &#8211; Buchstabe B</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 14:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tinkersamuel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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Lexika-Eintr&#228;ge des 19. Jahrhunderts &#8211;  Meyers  Konversations-Lexikon
Von billig zum  guten Preis-Leistungsverh&#228;ltnis




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<p>Lexika-Eintr&#228;ge des 19. Jahrhunderts &#8211;  Meyers  Konversations-Lexikon</p>
<p>Von billig zum  guten Preis-Leistungsverh&#228;ltnis</p>
<p><a href="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/07/lexika3.jpg" title="Lexika-Eintrag Billig in Meyers Konversations-Lexikon 1895 Teil 1"><img src="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/07/lexika3.jpg" alt="Lexika-Eintrag Billig in Meyers Konversations-Lexikon 1895 Teil 1" /></a></p>
<p><a href="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/07/lexika4.jpg" title="Lexika-Eintrag Billig in Meyers Konversations-Lexikon 1895 Teil 2"><img src="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/07/lexika4.jpg" alt="Lexika-Eintrag Billig in Meyers Konversations-Lexikon 1895 Teil 2" /></a></p>

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		<title>Die Subjektivit&#228;t des Wissens</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jul 2007 14:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tinkersamuel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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Lexika-Eintr&#228;ge des 19. Jahrhunderts &#8211;  Meyers  Konversations-Lexikon
Vom Appartement zum Wohnklo





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<p>Lexika-Eintr&#228;ge des 19. Jahrhunderts &#8211;  Meyers  Konversations-Lexikon</p>
<p>Vom Appartement zum Wohnklo</p>
<p><a href="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/07/lexika1.jpeg" title="lexika1.jpeg"><img src="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/07/lexika1.jpeg" alt="lexika1.jpeg" /></a></p>
<p><span id="more-16"></span></p>
<p><a href="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/07/lexika21.jpeg" title="lexika21.jpeg"><img src="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/07/lexika21.jpeg" alt="lexika21.jpeg" /></a></p>

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