_gaq.push(['_trackPageview']); (function() { var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true; ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js'; (document.getElementsByTagName('head')[0] || document.getElementsByTagName('body')[0]).appendChild(ga); })();

Archive for the ‘Übersetzen’ Category

Übersetzungs-Dogmen

Donnerstag, Juli 26th, 2007

Muttersprachliche Kompetenz?

Im allgemeinen wird gefordert, daß Übersetzungen nur von der Fremdsprache in die Muttersprache angefertigt werden, weil frau sich einfach in der Muttersprache sicher bewegt und daher besser ausdrücken kann.

Die folgenden Begriffe stammen aus einem vor kurzem übersetzten Text aus dem Bereich Bauen/Sanieren:

In zweiter Baulinie
Nebenflächenprogramm
Breitkorblösungen
Sauberkeitsschicht
Aufzugsunterfahrt
Perimeterdämmung
Fugenglattstrich
teilelementierte Decken
Schachtkopf
Durchlader
Mitläuferleiste
RWA
OKFF
Objektsortierung
Magerbetonabtreppungen
Gefälleestrich
Elektrosteigestränge
Mehrschichtverbundrohr
Holzumfassungszarge
Griffoliven
Sicherheitswechselgarnitur
Außenverschattung
Müllstandsflächen
Streichisolierung
Eiche gestreift im Parallelverband
mithörgesperrt
Deckenauslaß in Ausschaltung
Einlocheinhebelmischer
Klapp-Schwingausführung

Manches kann frau sich als Muttersprachler/in erschließen, aber ein/e Übersetzer/in, die einen solchen Text in einer Fremdsprache vor sich sieht, braucht ein gerüttelt Maß an Fachwissen, um eine fachlich angemessene Lösung zu finden.
Wir sind daher der Meinung, eine Übersetzung wird im optimalen Fall von einem/r Muttersprachler/in der Ausgangssprache erstellt, die die „technisch-fachliche“ Grundlage liefert. Danach muß allerdings ein/e Muttersprachler/in der Zielsprache mit dem sprachlichen „Feinschliff“ betraut werden.

Der Kunde und ich

Sonntag, Juli 15th, 2007

Hinterfragen – Selbstkritik – Kritische Distanz zu eigener Übersetzung

 

Letzte Woche kam von einem Kunden eine Reklamation einer Übersetzung.

Thema war ein Subunternehmervertrag. Die „employees“ des englischen Originals, üblicherweise als „Mitarbeiter“ wiedergegeben, sollten doch bitte mit „Personal“ übersetzt werden, da es sich um die festen wie freien MitarbeiterInnen des Subunternehmers handelt.

Es gibt zwar die Personalabteilung und den Personalchef eines Unternehmens, aber Personal an sich ruft doch die Assoziation von Hausangestellten oder Mitarbeitern im Hotelgewerbe in niedrigen Positionen hervor.

Da auch der Vorschlag „Fremdpersonal“ nicht auf Gegenliebe stieß, wurde also der Text auf „Personal“ umgeändert – auch wenn mir als Übersetzerin dies ursprünglich nicht in den Sinn gekommen ist und auch im Nachhinein Kopfschmerzen bereitet.

Aber beim Übersetzen ist – zumindest in der Muttersprache – der Kunde der Herr der Terminologie. Und nur in ganz gravierenden Fällen, also sprachlich falschen oder unverständlichen oder irreführenden Begriffen hat die Übersetzerin eine Möglichkeit, auf den Kunden einzuwirken.

Allerdings muß frau auch diese Haltung verstehen. Bei technischen Neuentwicklungen kann es geradezu „lebenswichtig“ sein, die firmeneigene Terminologie von der der Wettbewerber abzugrenzen.

Als Übersetzerin lernt frau jeden Tag dazu.

Und ist verpflichtet, sich nie mit dem zufriedenzugeben, was sie bisher weiß und kennt.


Linktausch mit System