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Archive for the ‘Kochgeschichten von Shoko Kono’ Category

Einiges zu Sake

Dienstag, Juni 3rd, 2008

Was ist eigentlich Sake ?

Sake ist Reiswein. – falsch –

  1. Sake trinkt man heiß. – falsch –

  2. Sake ist eine transparente Flüssigkeit. – jein –

  3. Sake ist süß. – falsch –

  4. Sie mögen keinen Sake. – eventuell ja, weil Sie Sake noch nicht kennen –

Richtig ist …….

  1. Die Herstellung von Sake ähnelt nicht der von Wein, sondern eher der von Bier, deshalb sagt man, dass Sake gebraut wird und nicht Wein ist.

  2. Viele gute und frische Sakesorten werden kalt getrunken. Es ist schade, sie anzuwärmen. Und wenn man Sake doch anwärmt, darf er nicht heiß sein.

  3. Gepresster Sake hat noch Rückstände von Reis und Hefe. Man kann auch dickflüssigen und milchfarbigen Sake genießen. Außerdem gibt es Sake, der aus schwarzem Reis hergestellt wird und dessen Farbe rosé bis dunkelrot ist.

  4. Sake enthält einen geringen Anteil an Säuren, deshalb denkt man, dass Sake süß ist, auch wenn er trocken ist.

  5. Ich bin davon überzeugt, dass Sie keine Ahnung von Sake haben. Es ist nicht schlimm, weil ich auch bis vor 5 Jahren keine Ahnung von Sake hatte. Aber ich erzähle hier nicht weiter über Sake, weil es sehr lange dauern wird.

Ich trinke gerne „Namazake“ und „Nigorizake“, Sake schmeckt oft „Hiya“ aber manchmal auch „Okan“, zum Fisch passt „Junmai Ginjou“ und zum Fleisch „Genschu“, zum Nachtisch kann man „Kijoushu“ oder gereiften „Koshu“ nehmen. Als Würzen von Speisen nehme ich „Futsuushu“, aber „Mirin“ gibt süßen Geschmack und Glanz.

Wenn Sie den Satz verstanden haben, sind Sie Sake-Kenner!

Der Duft von Reis, das Platschen von Wasser – die Küche Vietnams

Donnerstag, März 6th, 2008

Am 05. März 2008 wurde das Viethaus, ein vietnamesisches Handels- und Kulturzentrum, in der Leipziger Straße in Berlin eröffnet. Das Haus ist noch nicht komplett fertig gebaut, aber man kann sich schon vorstellen, dass das Zentrum, das eine Geschäftfläche von ca. 4300 m² hat, einen wirtschaftlichen Schwung bringen wird und die Beziehung zwischen Deutschland und Vietnam verstärken wird.

Ich war zur Eröffnungsparty eingeladen.
Ich habe zwar viele vietnamesische Freunde, aber kenne sehr wenig von Vietnam. Die Tracht, Musik, Tanz, Instrumente, Kampfsport …..usw., die bei der Party präsentiert wurden, waren für mich äußerst interessant. Und das, was mir noch interessanter klang, war ein Büffet von verschiedenen vietnamesischen Spezialitäten wie z. B. Saigonrolle, Glücksrolle, Fleischspießen, frittierter Möhre, Reisnudelsalat, frittierten Garnelen, gekochtem Fleisch und Klebreistorte. Mir hat alles gut geschmeckt.
Viele Leute denken, dass die vietnamesische Küche sehr würzig und scharf sein könnte, aber die Gerichte, die angeboten wurden, wurden nach originalen Rezepturen zubereitet und waren mild, leicht und herzhaft. Nuoc Nam (Fischsoße), Chiliöl oder Chilipaste gehören zum Tischgedeck, deshalb kann man Gerichte jederzeit nachwürzen.

Nach dem Genießen von Büffet bin ich zu einer Dame gegangen, die eine Tracht an hatte und auf dem Boden saß. Vor ihr befanden sich ein großer Topf mit heißem Wasser, ein großer Topf mit Brühe, gegarte Reisnudeln, frittierte Tofuwürfel und verschiedene Kräuter. Ich habe mir eine Portion bestellt. Die Dame hat zunächst etwas von Reisnudeln in heißem Wasser aufgewärmt, dann in eine Suppenschale gegeben, mit Tofuwürfeln und Kräutern bestreut und mit der Brühe begossen. Es war eine Reisnudelsuppe. Lecker!

In Berlin leben wegen eines historischen Hintergrunds viele Vietnamesen, und viele von ihnen sind in gastronomischen Bereichen tätig. Sie arbeiten in Sushi-Bars und in chinesischen bzw. thailändischen Restaurants. Ein Freund sagt, dass es sehr wenig vietnamesische Restaurants gibt und kaum ein Restaurant originale vietnamesische Gerichte anbietet.
„Es schmeckt nach gar nichts.“ Das ist ein Satz, der von vielen Deutschen beim Essen von nicht nur vietnamesischen, sondern auch japanischen Gerichten ausgesprochen wird. Dies finde ich schade. Durch dickflüssige Soßen, eine großzügige Menge von Kräutern und chemischen Geschmacksverstärkungen hat man den ursprünglichen Geschmack von Grundnahrungsmitteln vergessen.

Allerdings bin ich froh, dass ich eine Adresse mehr in meinem Adressenbuch eintragen konnte. Mein Adressbuch steht nämlich leer, weil ich ständig auf der Suche nach Restaurants mit originalen Speisen bin.

Shoko Kono


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