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Archive for the ‘Gastro-Kritik’ Category

Japanische Küche

Sonntag, Juni 15th, 2008

Vor einigen Wochen waren wir zu einer Sake-Verkostung in der japanischen Botschaft eingeladen. Zu jeder Verkostung gehört eine entsprechende Unterlage, hier asiatisch-europäische Häppchen. japanisch-europäische Häppchen Einfach lecker! Nachschub japanische Häppchen Nachschubproduktion

Regine

Restaurant Pfefferwerk- eine kulinarische Entdeckung in Berlin

Sonntag, Juni 1st, 2008

Vor zwei oder drei Wochen haben wie auf dem Areal vom Pfefferwerk ein neues Restaurant entdeckt. Die Speisekarte signalisierte ambitionierte Küche zu sensationell günstigen Preisen, die Weinkarte mit bekannten deutschen Winzern und internationalen Weingütern verkündet absolut faire Preise. Ein Silvaner QbA von Wittmann, die Flasche für 17,00€. Gestern am Spätnachmittag entschlossen wir uns spontan, dieses Restaurant auszuprobieren, und wir wurden nicht enttäuscht. Leider habe ich noch keine Webseite des Restaurants gefunden, hier ein Link zur Mitttagskarte.

Abends kann sich der Gast aus der Abendkarte ein Menü zusammenstellen mit und ohne Weinbegleitung. Das dreigängige Menü ohne Weinbegleitung kostet 19,00 €, mit Weinbegleitung 29,00 €. Die Inneneinrichtung ist etwas kühl, ich kann mir jedoch bei einer größeren Gästezahl durchaus eine angenehme Atmosphäre vorstellen.
Eine lange Tafel lädt ein, mit einer großen Gruppe zu dinieren. Draußen sind einige Tische für das Restaurant bereitgestellt, mit etwas Abstand vom Biergarten, in dem sich Prenzlauer-Szene-Publikum amüsiert. Kastanienbäume, die sanierten, renovierten Häuser der Brauerei, die noch arg ruinenartige Wagenhalle ergeben eine ganz eigene Stimmung. Der Gruß der Küche bestand aus einem Stück gegrillter Wassermelone und gebratenem

Kanichnen. So lecker wie auf dem Foto anzusehen war dieser Gruß aus der Küche auch. Das Aroma der Wassermelone entfaltet sich durch die Wärme und das Salz voll, und das Kaninchen zerging butterzart am Gaumen. Als Suppe hatte ich eine Spargelcremesuppe mit Flußkrebsschwänzen, dezent gewürzt, die Flusskrebschwänze sind aus meiner Sicht überflüssig, da hier aus Preisgründen nur tiefgefrorene verwendet werden können, und die schmecken nach nichts. Da ich dies schon bei der Bestellung mit bedacht hatte, war ich von der Suppe nicht enttäuscht. Meine beiden Begleiterinnen hatten einen Wildkräutersalat, er sah sehr gut aus und hat wohl auch gemundet.

Als Hauptgang hatte ich pochiertes Saalower Kräuterschwein mit vanilliertem Kartoffelpüree und angeschwitztem Blattspinat. Das Filet war butterweich, der Kartoffelpüree sehr luftig. Die dezente Würzung ließ den Eigengeschmack des Filets voll zur Geltung kommen. Die Einfachheit der Komposition von Schweinefilet, Kartoffeln und Blattspinat harmonierte vortrefflich miteinander und unterstrich den Eigengeschmack der verarbeiteten Produkte. Ehrliche, ungekünstelte Küche ohne krampfhaftem Manierismus.

Das Dessert, ein weißes Mousse mit Fruchtsorbet, rundet das Menü recht gut ab. Bei den günstigen Weinpreise saßen wir noch eine ganze Weile unter Kastanien und ließen uns einen Silvaner von Wittmann munden. Ein durch und durch gelungener Abend, zur Zeit hat das Restaurant noch wenige Gäste, und eine Reservierung ist nicht nötig. Wenn sich jedoch dieses Angebot mit seinem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis herumgesprochen hat, bin ich überzeugt, eine Reservierung wird nötig werden. Wir waren alle davon überzeugt, das Restaurant ist einen Besuch wert, wir können es nur empfehlen.



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