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	<title>Berliner Küchengespräche &#187; Friedhöfe</title>
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	<description>Banales und Interessantes zu Berlin, zu Kulinarischem, zu Sprache und anderem</description>
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		<title>Friedh&#246;fe in Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Nov 2007 15:40:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tinkersamuel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhöfe]]></category>

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Erster Bericht: Der Friedhof der Namenlosen
Schon l&#228;nger hatte ich die Idee, mehrere Berichte &#252;ber Friedh&#246;fe in Berlin zu schreiben. Zuf&#228;llig bin ich mit meiner Frau vor einiger Zeit auf den Friedhof in der Liesenstra&#223;e gesto&#223;en, und dieser Friedhof hatte ewas Verwildertes, welches uns sehr gefiel, und weitere Begegnungen mit Friedh&#246;fen verst&#228;rkten diesen Eindruck, zum Beispiel [...]]]></description>
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<p><strong>Erster Bericht: Der Friedhof der Namenlosen</strong></p>
<p>Schon l&#228;nger hatte ich die Idee, mehrere Berichte &#252;ber Friedh&#246;fe in Berlin zu schreiben. Zuf&#228;llig bin ich mit meiner Frau vor einiger Zeit auf den Friedhof in der Liesenstra&#223;e gesto&#223;en, und dieser Friedhof hatte ewas Verwildertes, welches uns sehr gefiel, und weitere Begegnungen mit Friedh&#246;fen verst&#228;rkten diesen Eindruck, zum Beispiel der Friedhof an der Bergstra&#223;e. Hier soll von diesen Friedh&#246;fen zun&#228;chst einmal nicht die Rede sein.</p>
<p>Der erste Friedhof, den ich vorstellen will, ist der Friedhof der Namenlosen im Grunewald. Die Geschichte diese Friedhofs begann vor 130 Jahren als Selbstm&#246;rderfriedhof. Hier wurden zun&#228;chst Selbstm&#246;rder beerdigt, die auf den offiziellen Friedh&#246;fen der Kirchen keine Ruhest&#228;tte bekamen. Ab 1927 wurde der Friedhof auch f&#252;r andere Personen als Selbstm&#246;rder genutzt. Offiziell hei&#223;t der Friedhof  &#8220;Grunewald Forst&#8221;, der Name verweist auf den Standort mitten im Grunewald zwischen der Halbinsel Schildhorn und Teufelssee. Am Wochenende kann man mit einem Oldtimer-Bus der Linie 218 bis zur Station Havelchaussee fahren</p>
<p><a href="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/11/linie281.jpg" title="linie281.jpg"><img src="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/11/linie281.jpg" alt="linie281.jpg" /></a></p>
<p>und dann der Beschilderung zum Friedhof folgen. Der Oldtimer-Bus macht wahrlich den Eindruck eines uralten Busses, wenn dann der Fahrgast das Baujahr liest, 1972, ist er doch &#252;berrascht, hatte er doch diese Zeit als moderne Zeit in Erinnerung und nicht als Zeit f&#252;r nostalgische Verkl&#228;rungen.</p>
<p><a href="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/11/linie281innen.jpg" title="linie281innen.jpg"></a></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/11/linie281innen.jpg" title="linie281innen.jpg"><img src="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/11/linie281innen.jpg" alt="linie281innen.jpg" /></a></p>
<p>Der Friedhof liegt auf einer kleinen Lichtung und sieht sehr verwunschen aus. Zun&#228;chst &#252;berraschen mehrere russische Gr&#228;ber. Hier sollen nach Berlin geflohene Anh&#228;nger des Zaren begraben sein, die sich aus Gram &#252;ber den Tod des Zaren umbrachten. Die Grabschriften sind oft kurz &#8220;Hier ruht Mama&#8221; oder kurz und lakonisch die Grabinschrift eines Oberf&#246;rsters &#8220;Jagd vorbei&#8221; oder unerm&#252;dlich im Dienste der eigenen Profession, des eigenen Unternehmens &#8220;Beste Grabmale f&#252;r Pers&#246;nlichkeiten aus Berlin und Brandenburg xxx&#8221;. Aber das eigentliche Highlight des Friedhofes f&#252;r jemanden, der seine Jugendzeit in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erlebt hat, ist das Grab von Nico, der S&#228;ngerin von Velvet Underground.</p>
<p align="center"><a href="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/11/nico.jpg" title="nico.jpg"><img src="http://www.berliner-kuechengespraeche.de/more/wp-content/uploads/2007/11/nico.jpg" alt="nico.jpg" /></a></p>
<p>Einer Gruppe, die zu der Zeit zu meinen Lieblingsbands geh&#246;rte, und wie auf dem Foto zu ersehen ist, gibt es immer noch Fans.</p>

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