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	<title>Berliner Küchengespräche &#187; Film</title>
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	<description>Banales und Interessantes zu Berlin, zu Kulinarischem, zu Sprache und anderem</description>
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		<title>Assoziationen zu Death Proof</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Aug 2007 09:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tinkersamuel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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Nachdem ich einige sehr positive Kritiken (Taz, Faz.net, Mercedes Bunz) &#252;ber Death Proof gelesen habe, habe ich mir gestern selbst den Film angeschaut. Danach die Kritiken nochmal gelesen, und sie beschreiben den Film sehr gut. Da ich, auch nur im Ansatz, nicht &#252;ber so viele Kenntnisse &#252;ber das Kino und seine Filme verf&#252;ge wie die [...]]]></description>
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<p>Nachdem ich einige sehr positive Kritiken (<a href="http://www.taz.de/index.php?id=film-artikel&amp;art=1999&amp;no_cache=1" title="Tarantino-Film" target="_blank">Taz</a>, <a href="http://www.faz.net/s/Rub8A25A66CA9514B9892E0074EDE4E5AFA/Doc~E8C35B82F3E14456FB46245520E26E7E3~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" title="Der Stunt der Dinge: Tarantinos „Death Proof“">Faz.net</a>, <a href="http://www.mercedes-bunz.de/index.php/629/" title="Death Proof, yeah." target="_blank">Mercedes Bunz</a>) &#252;ber Death Proof gelesen habe, habe ich mir gestern selbst den Film angeschaut. Danach die Kritiken nochmal gelesen, und sie beschreiben den Film sehr gut. Da ich, auch nur im Ansatz, nicht &#252;ber so viele Kenntnisse &#252;ber das Kino und seine Filme verf&#252;ge wie die Autoren der Kritiken, werde ich nicht noch eine Filmkritik schreiben.</p>
<p>Auf dem Weg nach Hause sprach ich kurz mit meiner Frau &#252;ber den Film, und sie fragte: Sind M&#228;nner wirklich so? Die M&#228;nner in Death Proof sind nicht gerade sympathisch, ihr Denken kreist haupts&#228;chlich um nehmenden Sex.</p>
<p>Ich habe meiner Frau zun&#228;chst keine Antwort gegeben. Wir M&#228;nner sind ein wenig so wie in Death Proof, nur k&#246;nnen wir nicht so gut Auto fahren, hatten als junger Mann nicht die Unverfrorenheit, ein M&#228;dchen zu fragen, ob sie mit uns ins Auto zum K&#252;ssen steigt, und haben nicht so selbstverst&#228;ndlich Abf&#252;llstrategien zum Abschleppen von Frauen entwickelt. Diese Gedanken gingen mir so durch den Kopf, da fiel mir eine Geschichte aus meiner fr&#252;hen Jugendzeit ein, es war die Zeit des &#220;bergangs vom Kind zum Jugendlichen.</p>
<p>Erste zaghafte Kontakte zum anderen Geschlecht hatten sich entwickelt. Der Fahrradkeller wurde zum Partykeller umger&#252;stet, M&#228;dchen wurden eingeladen, die auch kamen. Zuvor hatte uns aber die Nachricht aus geheimnisvollen, aber unbedingt zuverl&#228;ssigen Quellen erreicht, Hirschhornsalz w&#252;rde M&#228;dchen &#8211; heute w&#252;rde man sagen geil machen &#8211; ich wei&#223; gar nicht mehr, welchen Begriff wir verwendet haben &#8211; ich wei&#223; nur, wir hatten die Vorstellung, Hirschhornsalz w&#252;rde bewirken, die M&#228;dchen w&#252;rden sich das gefallen lassen, was wir m&#246;chten. Was das M&#246;chten sein sollte, wu&#223;ten wir nicht ganz genau, es sollte mit Knutschen, Fummeln zu tun haben, mit etwas, was wir noch nicht kannten.</p>
<p>Hirschhornsalz als Backzutat, erh&#228;ltlich im gut sortierten Lebensmitteleinzelhandel, war uns fremd. Wir gingen von einem B&#252;dchen (Kiosk mit Sortiment f&#252;r den allt&#228;glichen Bedarf) zum andern, verhandelten zwischen uns, wer sich traut, nach diesem geheimnisvollen Mittel zu fragen. Fragten nach Hirschhornsalz und erhielten eine negative Antwort. Der Feten-Termin, oder hie&#223; es noch Party?, r&#252;ckte n&#228;her, und irgendwann hatte einer von uns auch das geheimnisvolle Hirschhornsalz beschafft. Die Party begann, als die Stimmung uns geeignet erschien, wurde Hirschhornsalz in die Cola gesch&#252;ttet, &#8220;Je t&#8217;aime&#8221; aufgelegt, versucht &#8220;eng&#8221; zu tanzen. Das war es, Hirschhornsalz stellte sich als Versager heraus. Bald danach zerfiel unsere erste Jungs-Clique, und der Partykeller wurde wieder zum Fahradkeller.</p>
<p>Ich hoffe, und bin mir auch ein wenig sicher, in den vergangenen vierzig Jahren das Aushandeln zwischenmenschlicher Bed&#252;rfnisse gelernt zu haben. Dies als Antwort auf die Frage meiner Frau.</p>

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