Langer Tag der Stadtnatur – Katzenhilfe
Katzenhilfe in der Großstadt, Aktion Kitty
Ein vollgepacktes Wochenende.
Sonnabend nachmittag war ich in der Rubrik “Wirbeltiere” zugange, genauer gesagt, bei der Katzenhilfe Kreuzberg.
Die Gesellschaft aktiontier kümmert sich um Tierschutzbelange in ganz Deutschland.
Mich interessiert natürlich besonders die Arbeit der Katzenhilfe Berlin, der “Aktion Kitty“. Besucher sind – ganz Klischee – meist Frauen und meist ältere Leute. Diese Organisation füttert wildlebende Katzen (keine Katzen der Gattung Wildkatze, sondern weggelaufene, wildgeborene oder ausgesetzte Stubentiger, die ihr täglich Brot eher kläglich auf unseren Straßen fangen müssen). An aktuell 200 Futterstellen in Berlin werden jeden Tag Katzen gefüttert und geliebt, die sonst keinen Menschen (mehr) haben.
Die wildlebenden Katzen werden eingefangen, vielleicht läßt sich ja anhand von Tätowierung oder Chip ein Besitzer ausfindig machen. Sonst werden alle Katzen und Kater tierärztlich untersucht, behandelt und kastriert, damit nicht noch mehr unerwünschte Kätzchen geboren werden. Trächtige Katzen werden versorgt, die Kinder vermittelt. Alle erwachsenen Tiere, die ja häufig keine Menschen gewöhnt sind und sehr scheu reagieren, werden an ihrem gewohnten Futterplatz wieder ausgesetzt. Und natürlich weiter gefüttert.
Bemerkenswert ist, daß es im Osten Berlins mehr Futterstellen gibt als im Westen, weil im Osten wohl die Kastration von Katzen nich so weit verbreitet war.
Da Aktion Kitty in Berlin nur zwei Tierärztinnen hat, die mitarbeiten, wurde eine geniale Konstruktion erfunden: Das Katzen-Kastrations-Hängebrett, damit keine zweite tierärztlich ausgebildete Person zur Hilfestellung mehr erforderlich ist.
Die genauen Futterstellen der Katzen werden natürlich nicht bekanntgegeben, auch ich konnte keine in meiner Umgebung ausfindig machen. Es bleibt also nur, zu spenden oder privat wildlebende Katzen zu füttern und ihnen ein trockenes und warmes Winterquartier zu bauen. Auch dabei hilft Aktion Kitty gern.
PS: Unsere beiden Kater hatten eben andere Probleme: Sie hätten gern ihre Kräfte mit dem Krähenjungen auf der Straße gemessen, aber ein Krähen-Elternteil hat so drohend geschrien, daß ein Kater geflohen ist und der andere gerade einen Demonstrationsschlaf (“Ich weiß doch gar nicht, was Ihr habt, das Tier interessiert mich doch nicht die Bohne”) auf dem Fensterbrett durchführt.
Tags: Aktion Kitty, Berlin, Katzenhilfe, Katzenschutz, Langer Tag der Stadtnatur
November 17th, 2008 at 23:20
Schön zu hören, dass es solche Futterstellen und die Kastration auch in Berlin gibt. Die Futterstellen sind bei uns eher in privater Hand, ohne dass dort ein Verein oder so gegründet wurde. Aber die Leute, die füttern wenden sich auch immer an das Tierheim, sodass die Katzen eingefangen und kastriert werden. Ich finde das wirklich eine gute Sache, da man bei uns aber nicht direkt spenden kann, gebe ich dem Tierheim immer gerne die eine oder andere Spende.
Dezember 19th, 2008 at 09:59
Wiedermal ein toller Beitrag und ein tolles Jahr zu Ende! Ich wollte mich bei Dir für die unterhaltsamen aber auch informativen Beiträge bedanken und wünsche dir ein Frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich fahre jetzt erstmal in Urlaub! Bis denne…
Januar 7th, 2009 at 21:06
Ich wohne in Bayern und hier gibt es so was auch. Hier werden auch die Katzen gefüttert, allerdings ist es hier so, dass die Katzen oft nicht mehr in die Freiheit entlassen werden sondern im Tierheim oder bei Pflegestellen landen und von dort aus wieder an Familien vermittelt werden. Das finde ich nicht so gut, denn solche Katzen gehen die Wände hoch. Sie können im Haus nicht gehalten werden und ich finde es nicht gut wenn man sie einsperrt. Aber ich befürworte es sehr, dass man sich um diese Tiere kümmert.
Januar 16th, 2009 at 12:24
Ich finde so was bemerkenswert und auch gleichzeitig sehr gut. Denn nicht viele Menschen setzen sich für die Tiere so ein wie sie. Ich möchte ihnen sagen, dass ich es sehr gut finde, dass man solchen Katzen hilft. Das ist wirklich eine tolle Aktion.
Ihre Kater sind ja sehr eigenwillig. Sie haben wirklich versucht ein Junges zu erbeuten? Vor allem bei Krähen sollten die Katzen vorsichtig sein. Das kann im wahrsten Sinne des Wortes sehr schnell ins Auge gehen. Aber Demonstrationsschlaf ist schon sehr lustig.
Januar 28th, 2009 at 12:40
Ich dachte nicht, dass so was auch die Männerwelt beeindruckt. Ich dachte immer, dass ist eine Frauensache, denn Frauen haben doch für so was öfter ein weicheres Herz und können da gar nicht anders. Ich gehöre auch zu denen. Ich liebe Tiere ja sehr und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, wenn ich meine Katze verlieren würde. Den Einsatz der Menschen bei diesem Projekt finde mich wirklich total super und ich hoffe, dass es noch lange so weiter gehen wird. Denn die Tiere brauchen wirklich Hilfe.
Januar 28th, 2009 at 20:31
Zum Glück gibt es noch Menschen die sich um die freilaufenden Katzen kümmern. Bei mir in der Nähe gibt es auch ein “Kaztentreffen” an dieser Stelle stellt der Katzenschutzbund regelmäßig Futter hin. Die Katzen werden nur zur Kastration eingefangen und dann wieder frei gelassen. Ich glaube dass diese Katzen sich in Wohnungen auch nicht wohl fühlen würden.
Januar 30th, 2009 at 10:25
Da muss ich dir zustimmen, Sichtschutz. Die Katzen, die ihr Leben lang in Freiheit verbracht haben, können sich an das Stubentiger-Dasein wohl kaum gewöhnen. Aber die Futterstellen finde ich richtig gut, die werden bei uns aber nicht nur vom Tierschutz und anderen Vereinen betreut, sondern auch von ganz vielen Privatpersonen, die sich für die Tierchen einsetzen. Der Tierschutz sorgt dann nur für die Kastration und da spenden die Privatleute auch noch, damit es überhaupt finanziell machbar ist.
Februar 1st, 2009 at 11:32
Also natürlich finde ich es gut, wenn man sich um diese Katzen kümmert, aber ich muss auch sagen, dass es noch viel mehr Tiere gibt, die unsere Hilfe dringend nötig haben. Warum besucht man nicht mal Haustierbesitzer? Viele von ihnen behandeln ihre Tiere sehr schlecht und da sagt niemand was. Den Tieren muss doch auch geholfen werden. Ich finde es gut, dass man hier was tut, aber ich würde es noch besser finden, wenn man mehr für die Tiere tun würde. Denn sie sind Lebewesen und sollte nicht wie Objekte behandeln werden, auch wenn sie das vor dem Gesetz sind.
Februar 14th, 2009 at 19:44
Ein dickes Lob für die Tierfreunde in Berlin und natürlich auch in anderen Städten. Es ist schön zu hören, dass sich Menschen um die freilebenden Katzen kümmern. Leider ist das ja keine Selbstverständlichkeit mehr. In früheren Zeiten wurden die Katzen regelrecht zur Mäusejagd gehalten, da konnten sie noch frei leben und ihr Dasein fristen. Entweder sind die heutigen Katzen nur noch in der Wohnung oder sie sind auf sich selbst gestellt, wie eben die, die niemand mehr haben will.
Februar 27th, 2009 at 17:43
Finde ich super, dass ihr in Berlin euch auch um die Katzen kümmert. Ich wohne auf dem Land, bei uns kommen und gehen die Katzen eh wie sie wollen, aber das finde ich auch ganz in Ordnung so, denn man sollte die Katzen nicht in Wohnungen einsperren. Eine Katze muss ihren Freigang haben und das kann sie am besten, wenn kein Mensch irgendwelche Besitzansprüche an sie stellt. Bei uns im Dorf gibt es dadurch auch keine Mäuse, darum kümmern sich schon die Katzen.
Februar 27th, 2009 at 23:07
Also ich finde es nicht schlecht, wenn man sich um die Katzen kümmert, aber ich finde, dass man sich auch um die anderen Tiere kümmern sollte. Es gibt viele Vögel und Tiere, die im Wald leben und die eigentlich vor allem im Winter sehr viel Hilfe brauchen weil die Winter bei uns einfach immer härter werden. Da muss ich dann sagen, sollte man schon etwas mehr für die Tiere tun. Natürlich begrüße ich das schon sehr, dass man sich um diese Katzen kümmert so ist das nicht.
März 18th, 2010 at 16:23
Ein wirklich toller Beitrag. Ich habe ihn über google gefunden und freue mich gleich weiter lesen zu können.
Juli 10th, 2010 at 20:59
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