Katzen-Krankentransport
Der rote Philipp mußte heute zur Tierärztin.

Heute früh war er irgendwie unsymmetrisch, sprich, der Hals war auf einer Seite dick. Ergebnis: ein erheblich verdickter Lymphknoten, wohl ein Abszeß. Wahrscheinlich ist er von unserem Futtergast John Wayne verkloppt worden.
Behandlung mit Antibiotika, alles kein Problem.
Das Problem aber ist der Weg zur Tierärztin. Philipp gehört leider zu den Katern, die nach wenigen Sekunden im Katzenkorb anfangen, lautstark um Hilfe zu rufen. Je mehr frau sich auf dem Weg mit Kater unterhält, desto lauter und lebhafter werden die Kommentare des Katers. Irgendwie warte ich auf dem Weg nur darauf, daß mich jemand anspricht, wen ich denn bitte in dem Korb foltere. Dabei schiebe ich den Korb in einem Fahradanhänger, weil das am wenigsten ruckelt.
Kommentar der Tierärztin sinngemäß: “So wie er hier schreit, wird er wohl auf dem Weg alle Tierschutzvereine Berlins alarmieren.” Genauso ist es. Wir sind aber unbehelligt wieder nach Hause gekommen.
Nach dem Antibiotika-Spritzen ist Philipp so munter, daß ich große Schwierigkeiten befürchte, ihm die notwendigen Tabletten einzuverleiben. Vielleicht läßt er sich ja austricksen, wenn ich sie mörsere und über das Futter streue.
