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Archive for Juli, 2007

Bloggen und Öffentlichkeit

Dienstag, Juli 31st, 2007

Zur Diskussion um Abmahnungen, aktuell McWinkel Blog u.a.

Die Empörung ist groß. da will doch jemand nicht mehr mit seinem Spitznamen genannt werden. Ein Spitznamen, der eindeutig rassistische Intentionen in sich trägt. Der Hinweis, man wäre ja kein Rassist und könnte daher ohne Bedenken rassistisch geprägte Begriffe verwenden, ist meiner Meinung nach falsch. Rassismus fängt mit dem Denken, Sprechen, Schreiben an und endet in rassistischem Handeln. Ein Argument der Empörenden ist: der Träger Karlheinz Schwensen müsse den Spitznamen ertragen, da er ihn jahrzehntelang geduldet habe oder sogar mit diesem Spitznamen kokettiert habe. Ich denke, jeder hat das Recht, andere Einsichten zu bekommen. Mittlerweile hat sich Herr Karlheinz Schwesen auf dem McWinkel Blog selbst geäußert und recht nachvollziehbar seine Position dargelegt. Ob man auf die Nennung des Spitznamens direkt mit rechtlichen Schritten reagieren muß oder ob ein E-Mail mit der Bitte um Unterlassen ausreichend ist, ist die subjektiv begründbare Entscheidung des Herrn Schwensen bzw. seines Rechtsanwaltes. Es zeugt jedoch von einem merkwürdigem Rechtsverständnis, wenn die Inanspruchnahme von Rechtsmitteln als Abzocke, Machenschaft oder als Verschwörung gegen die Blogger verstanden wird. Des weiteren wird in manchen Kommentaren so getan, als hätte man die bürgerlichen Rechte verloren, wenn man im St.-Pauli-Mileu zu Hause war, eine schillernde Vergangenheit hat oder Boxer war.

Jeder hat das Recht, unabhängig von seinem Vorleben und seinen Einstellungen, sich verfügbarer Rechtsmittel zu bedienen.

Ich schließe mich der Einschätzung des Artikels Blog und Rechtsstaat: Das böse Erwachen von Jörg Friederich in DuBerichtest.de an, daß für’s Bloggen die Regeln öffentlicher Kommunikation gelten. Hier gilt es zwischen Privatsphäre und den Bedürfnissen der Öffentlichkeit nach Information und Entertainment abzuwägen. Das Verhältnis zwischen Privatheit und Öffentlichkeit verändert sich durch die Entwicklung des Internets und muß neu rechtlich definiert und geregelt werden. Dieser Prozeß wird nicht ohne Blessuren vonstatten gehen. Doch nicht jede Auseinandersetzung ist eine Verschwörung gegen die Bloggersphäre. Übrigens, wenn es stimmt, daß Herr Schwensen in Privatinsolvenz ist, dürfte es ihm schwerfallen, sich durch eventuelle Zusatzeinnahmen durch Abmahnungen zu bereichern, er unterliegt nämlich dann den Pfändungssätzen.

Natürlich gibt es auch Versuche, das rechtlich ungeklärte Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit im Internet für eigene Interessen auszunutzen, und manche Abmahnung deutet darauf hin.

Die Subjetivität des Wissens – Buchstabe B

Freitag, Juli 27th, 2007

Lexika-Einträge des 19. Jahrhunderts – Meyers Konversations-Lexikon

Von billig zum guten Preis-Leistungsverhältnis

Lexika-Eintrag Billig in Meyers Konversations-Lexikon 1895 Teil 1

Lexika-Eintrag Billig in Meyers Konversations-Lexikon 1895 Teil 2


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